Der Leitgedanke, mittels Kreuzung von Weizen und Roggen eine neue Getreideart zu schaffen, war auf ein besseres Futtergetreide ausgerichtet, das einen Teil des Roggens auf leichten Böden ersetzt. Wie unter Tierfütterung ausgeführt, ist das vortrefflich gelungen!
Und doch haben Fachleute in vielen Teilen der Welt viele Versuche unternommen, Triticale für die menschliche Ernährung nutzbar zu machen - auch und gerade für die armen Länder. Dabei gelang man zu der Feststellung, daß der Triticale einen hohen ernährungsphysiologischen Wert besitzt. Er enthält viel Eiweiß von hoher Qualität und hat einen in der Regel einen höheren Mineralstoff- und Vitamingehalt als Weizen.
Neben den Inhaltsstoffen sind die Eigenschaften für die Verarbeitung von Bedeutung. Hierzu im einzelnen:
Backwaren
Aus Triticale lassen sich sehr gut Vollkornmehle und -schrote herstellen, die sich problemlos zu wohlschmeckenden Vollkornbrote verbacken lassen.
Die Herstellung von feinen Broten aus Triticale ist ohne weiteres möglich. Da die Samenschale von Triticale meist etwas schrumpelig ist, läßt sich das Korn nicht so gut ausmahlen wie beim Weizen, so daß dunklere Mehle anfallen, die aber wiederum heller sind als die meisten Roggenmehle. Verbacken wird Triticale unter etwas anderer Führung als Weizen, eher vergleichsweise wie Roggen in einer Kombination von Sauerteig mit Hefeführung. Mehr hierzu finden Sie unter Brot .
Andere Lebensmittel
Untersuchungen haben ergeben, daß aus Triticale
> Vollkornbackwaren
> Vollkorngericht
> Vollkornflocken
> Keimsprossen
gut hergestellt werden können. Näheres finden Sie unter andere .
Zusammenfassung
Bei durchaus vielfältigen Möglichkeiten, die Triticale für die menschliche Ernährung bietet, führt er in unserer übersättigten Gesellschaft als Lebensmittel bisher nur ein Nischendasein. Dank seier Anspruchslosigkeit im Anbau können dem Klima einiger Dürregebiete angepaßte Triticalesorten helfen, Not und Hunger auf der Welt zu lindern.
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