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Triticale ist eine neue Getreideart. Wir unterscheiden den Oberbegriff

Arten, bei Getreide sind die wichtigsten Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und andere, wie eben auch Triticale,

und den Unterbegriff

Sorten, die dank gezielter Züchtung Verbesserungen innerhalb der jeweiligen Art darstellen.

Erstmalig hat des Menschen Hand mittels Kreuzung zweier Arten - nämlich Weizen mit Roggen - bei Getreide eine neue Art - Triticale - geschaffen. Das Wort ist - ebenso wie das Produkt - eine menschliche Schöpfung:

> Triticum (der botanische Name für die Gattung Weizen) und
> Secale (der botanische Name für die Gattung Roggen)

wurden verschmolzen zu einer neuen Wort-Einheit: Triticale.


Weizen

Weizen ist weltweit das bedeutendste Getreide. Er stellt hohe Ansprüche an Boden und Klima und hat einen hohen Wasserbedarf. Unter entsprechend günstigen Bedingungen bringt Weizen sehr hohe Kornerträge.

Die Körner sind reich an Stärke und Eiweiß. Weizen ist das wichtigste Brot- und ein bedeutendes Futtergetreide.

Weizen wird seit undenklichen Zeiten vom Menschen kultiviert. Die bedeutendsten Unterarten sind Weichweizen (dient hauptsächlich zur Brotherstellung und Tierfütterung) und Hartweizen (auch Durum-Weizen genannt, der zur Herstellung von Grieß, Nudeln und Spezialitäten wie Bulgur und Kuskus verwandt wird).


Roggen

Roggen hat - wie die meisten anderen Getreidearten auch - seinen Ursprung vermutlich im Südwesten Asiens. Er wurde wesentlich später als der Weizen unter Kultur genommen; erste Funde in Europa datieren aus der Zeit von 1.000 bis 500 v. Chr. Roggen ist sehr anspruchslos an Klima, Boden und Wasserversorgung und gilt als außerordentlich gesund und robust.

Roggenkörner enthalten viel Stärke und wenig Eiweiß; in der Tierfütterung wird er im Vergleich zu Weizen als weniger günstig eingestuft.

Der Anbau von Roggen hat größere Bedeutung in Zentral- und Osteuropa; in der Weltproduktion liegt er an letzter Stelle unter den Hauptgetreidearten.


Triticale

Triticale ist eine sehr junge Getreideart. Die erste gelungene Kreuzung zwischen Weizen und Roggen, die bekannt ist, erfolgte Ende des 19. Jahrhunderts, aber erst mehr als 100 Jahre später gelang es, der neuen Art zum Durchbruch zu verhelfen. Mehr über die rasante Entwicklung erfahren Sie unter Geschichte .

Zur Klarstellung: Bei der Kreuzung der beiden Arten ist Weizen die Mutterpflanze und Roggen die Vaterpflanze (der Bestäuber). Die umgekehrte Kreuzungsmethode wurde auch versucht (Roggen als Mutter und Weizen als Bestäuber). Dem Produkt - Secalotricum genannt - war bisher kein Erfolg beschieden.


Die Wissenschaftler und Züchter, die den Triticale entwickelt haben, wurden von der Idee beflügelt, die Vorteile des Weizens (er besitzt das höchste Ertragspotential aller Getreidearten, verbunden mit sehr hohen Nährwerten) mit den Vorteilen des Roggens (Anspruchslosigkeit, Robustheit und Gesundheit) in einer Pflanze zu vereinen. Sind diese Ziele schon erreicht? Durchaus: Weizen und Roggen gaben ihr Bestes!

Eine kurze Anmerkung: Im Duden ist Triticale nicht erwähnt; laut Fremdwörter-Duden kann man der oder die Triticale sagen. Ich halte mich an Haensch/Haberkamp "Wörterbuch der Landwirtschaft" und sage der Triticale, so, wie es ja auch der Roggen und der Weizen heißt.


Triticale wurde mit den Methoden der "klassischen" Pflanzenzüchtung entwickelt - ohne Einsatz der Gentechnik.


Bitte lesen Sie weiter: Geschichte