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Die Vorzüglichkeit des Triticale
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Zukunft

Ehe wir uns mit der Zukunft beschäftigen, schauen wir uns noch einmal kurz die Entwicklung und das bisher Erreichte an. Die Anbaufläche von Triticale in Deutschland ist bis zum Jahr 2002 kontinuierlich auf bis zu 580.000 ha gewachsen, danach langsam aber doch stetig zurückgegangen und hat sich auf einem Niveau von 380.000 ha - etwa 6 % der Anbaufläche von Getreide - gefangen.

An den Erträgen kann der Rückgang der Anbauflächen nicht seine Ursache haben: Ertragspotential und Ertragssicherheit sind hervorragend.

An den Absatzmöglichkeiten liegt es auch nicht: Auch im Jahr 2002 - dem Jahr mit der bisher bedeutendsten Anbaufläche - war bis zum Eintreffen der neuen Ernte die alterntige Ware restlos ausverkauft; die Mischfutterindustrie hat in jenem Jahr über 1 Mio t Triticale verarbeitet, fast doppelt so viel wie in der zurückliegenden Saison.

Letztendlich ist der Triticale ein wenig aus dem Blickfeld der Erzeuger geraten, weil es für andere Getreidearten mehr Werbung betrieben wird, und diese deshalb mehr Beachtung erfahren.

Wie groß die Möglichkeiten im Markt sein können, zeigt ein Blick nach Polen. Dort hat - bei einer etwa gleich großen Gesamt-Getreidefläche wie in Deutschland - der Triticale in den letzten Jahren unermüdlich zugelegt und eine Anbaufläche von mehr als 1,4 Mio ha erreicht, das sind 17 % der gesamten Anbaufläche von Getreide ohne Mais). Damit war die Anbaufläche von Triticale in Polen seit dem Jahr 2009 größer als die von Roggen.



Die Chancen

Dank der

> Anspruchslosigkeit und Anpassungsfähigkeit im Anbau,
> hohen Ertragsfähigkeit auf leichten bis mittleren Böden,
> sehr guten Eigenschaften in der Fütterung

hat der Triticale auch in Deutschland durchaus Aussichten, einen Anteil an der gesamten Getreidefläche von 10 % und mehr zu erreichen.

Um diese Chancen zu nutzen, gilt es, folgendes zu beachten:



Rentabilität ist Spitze

Unter den derzeitigen Marktbedingungen ist es hoch wirtschaftlich, Triticale kostensparend und umweltfreundlich zu führen. Es gilt

> die Sortenentwicklung zu beobachten und die aktuell gesunden, standfesten und
hochertragreichen Sorten auszuwählen und gutes Z-Saatgut auszusäen,

> das Saatbett sorgfältig vorzubereiten, insbesondere auch Strohreste der Vorfrucht gut mit dem Boden zu vermischen,

> die Bestände während der Vegetationszeit zu beobachten und - sorten- und befallsspezifisch - Pflanzenschutz zurückhaltend einzusetzen.


Zukunftsgedanken

Die Triticalezüchtung hat in vergleichsweiser kurzer Zeit großartige Erfolge erzielt. Das erfüllt nicht nur mit Stolz, sondern berechtigt vielmehr zu noch größeren Hoffnungen. Dank des dreifachen Genpools von Hart- und Weichweizen sowie Roggen sind die Kombinationsmöglichkeiten bedeutend vielfältiger als bei anderen Getreidearten.



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